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Marcos Azurmendi

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Orgelbaumeister

Marcos Pío Azurmendi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LEBENSLAUF

 

Er wurde am 11. Juli 1910 in Cegama (Guipúzcoa, Spanien) geboren. Seine Eltern waren Ángel Azurmendi und Isabel Tormes.

 

Bereits 1913 ließ er sich mit seiner Familie in Hernani nieder, eine in der selben Provinz gelegenen Ortschaft; dort besuchte er die Grundschule bei den Herz Jesu-Brüdern.

 

Im Jahr 1922 fuhr er mit seinem Onkel, dem Orgelbaumeister Francisco Hebing, zwecks einer Stimmung nach der Stadt San Sebastián (Spanien). Dort machte er seine erste Erfahrung mit der Stimmung von Zungenpfeifen, und zwar an der Orgel der “Santa María”-Kirche der erwähnten Stadt.

 

Ab 1924 besuchte er eine Handwerksschule, und erlernte bei einem Kunsttischler das Schleifen und das Herstellen von Werkzeugen.

 

Am 25. Juli 1926 wurde er in der Orgelbauwerkstatt Dourte-Alberdi, von der Stadt Bilbao (Spanien), eingestellt. Dort lernte er den gesamten Betrieb der Fabrik gründlich kennen, wobei er in sämtlichen Abteilungen derselben tätig war. Nach anderthalb Jahren wurde er als Beauftragter der Windladen-Abteilung ernannt, hatte demnach die Fertigung und Montage von diesen unter seiner Leitung. Unter den von dieser Werkstatt hergestellten Orgeln kann man die der Karmeliterinnen, die der “San Juan de Dios”-Kirche, und die der “Casa de Caridad”, alle in der Stadt Barcelona (Spanien), erwähnen. Francisco Hebing war sein Hauptlehrer in diesem Betrieb.

 

1928 kündigte Marcos Azurmendi der Firma Dourte-Alberdi, und erwarb in Partnerschaft mit Francisco Hebing die Orgelbauwerkstatt des Orgelbaumeisters Inchaurbe in Zaragoza (Aragón, Spanien). Zwei Jahre später (1931) verkauften sie ihrerseits diese Fabrik, und Francisco Hebing kehrte zur Firma G. F. Steinmeyer aus Oettingen (Deutschland) zurück.

 

Im Jahr 1932 wurde er von der Orgelbauwerkstatt Eleizgaray, aus Azpeitia (Guipúzcoa, Spanien), angestellt. Andererseits wurde im selben Jahr die große Steinmeyer-Orgel der “San Patricio”-Kirche in der Stadt Mercedes (Provinz Buenos Aires, Argentinien) eingeweiht; dieses Instrument wurde von Francisco Hebing, den die Herstellerfirma eigens dafür sandte, aufgestellt. Nach beendeter Arbeit entschloss er sich in Argentinien zu bleiben. 1933 legte die Firma Eleizgaray den Betrieb still, und schloss die Orgelbauwerkstatterkstatt.

 

Von Francisco Hebing gerufen, reiste er im Jahr 1934 nach Buenos Aires um bei der Fertigstellung der Orgel der “Nuestra Señora del Pilar”-Basilika mit zu arbeiten, ein Werk das zum Internationalen Eucharistischen Kongress jenes Jahres eingeweiht werden sollte. Auch er beschloss sich in Argentinien ansässig zu machen; seitdem arbeitete er zusammen mit Francisco Hebing in der Wartung und Instandsetzung mehrerer Orgeln, unter ihnen die der Kathedrale zu Buenos Aires (E. F. Walcker, Jahrgang 1871).

In den Jahren 1936 und 1937 stellte er die Rieger-Orgeln der Pfarrkirchen “Santa María”, “San Rafael” und “Santiago Apóstol” der Stadt Buenos Aires auf, so wie auch die der “Stella Maris”-Pfarrkirche (Puerto Belgrano, Provinz Buenos Aires) und die der Kathedrale zu Montevideo (Uruguay). Zu dieser Zeit heiratete er, und zog von Mercedes nach Buenos Aires um.

 

Im Jahrzehnt von 1940 bis 1950 beschloss die Firma Santiago Poggi (Buenos Aires) Orgeln vollständig in Argentinien herzustellen, auf Grund der Einschränkungen und Beschädigungen die die europäischen Firmen wegen des Krieges erlitten. Francisco Hebing wurde technischer Leiter des Betriebes; Marcos Azurmendi arbeitete weiterhin mit ihm zusammen im Bau von Orgeln und in der Restaurierung von Harmoniums. Zu dieser Periode gehören die Orgeln der Pfarrkirchen “Nuestra Señora de la Consolación”, “Nuestra Señora del Carmen” (Stadtviertel Villa Urquiza), “Patrocinio de San José” (letztes von Poggi erbautes Instrument), der “Salvador”-Kirche (neuer Spieltisch und Erweiterung), der Schwedischen Kirche, der Evangelischen Theologie-Fakultät, all diese in Buenos Aires, der Kirchen “San Juan Bosco” in der Stadt San Juan (Provinz San Juan, Argentinien), und “María Auxiliadora” in der Stadt Mendoza (Provinz Mendoza, Argentinien).

 

1951 schloss die Firma Poggi den Betrieb; die Anlagen wurden von der Universität Cuyo erworben, mit der Absicht in der Stadt Mendoza eine Orgelbauschule unter der Leitung von Francisco Hebing zu gründen, welcher in Folge dessen nach Godoy Cruz (Provinz Mendoza) umzog, während Marcos Azurmendi in Buenos Aires blieb. Das erwähnte  Projekt scheiterte 1955.

 

Im Jahr 1959 stellte Marcos Azurmendi die Steinmeyer-Orgel der “Nuestra Señora del Socorro”-Basilika von Buenos Aires auf, unter Mitarbeit von Francisco Hebing.

 

Auch hatte er Gelegenheit im Nachbarland Chile tätig zu sein; dort stellte er zwei Steinmeyer-Orgeln auf: eine in der Ortschaft Frutillar, die andere in Santiago. Im selben Land unternahm er auch Wartungsarbeiten an der Orgel der Deutschen Evangelischen Kirche zu Osorno.

 

Im Jahr 1965 stellte er die Laukhuff-Orgel der Kapelle der Schule Maria-Hilf (Avellaneda, Provinz Buenos Aires) auf. Im gleichen Jahr übernimmt er die Wartung der Walcker-Orgel der “Santísimo Rosario”-Basilika ( “Santo Domingo”-Kloster) von Buenos Aires.

 

Es wurden ihm im Jahr 1971 die Umbau- und Restaurierungsarbeiten an der Walcker-Orgel der “San José de Calasanz”-Pfarrkirche zu Buenos Aires anvertraut.

 

Er hat die Projekte des Umbaus und Restaurierung der Laukhuff-Orgeln in den Kirchen “Nuestra Señora del Rosario de Nueva Pompeya” und “Corazón Eucarístico de Jesús”, von Buenos Aires, 1974 erarbeitet und durchgeführt.

 

1982, mit bereits 60 Jahren beruflicher Tätigkeit, erfüllte er den Auftrag der Anlage eines neuen Spieltisches und der teilweisen Restaurierung an der Laukhuff-Orgel der “Santa Escolástica”-Abtei (Victoria, Provinz Buenos Aires).

 

Außer den bisher erwähnten Instrumenten hat Marcos Azurmendi bis zu seinem Eingang in den Ruhestand, im Jahr 1988, zahlreiche weitere Orgeln betreut; unter ihnen sind folgende erwähnenswert: “Teatro Colón” (Mutin.Cavaillé Coll-Orgel), “Colegio Nacional de Buenos Aires” (Laukhuff-Orgel), “Espíritu Santo”-Basilika (Gebrüder Rieger-Orgel), Kapelle des “Colegio San José” (J. Merklin-Orgel), “Sagrado Corazón”-Basilika (Mutin.Cavaillé-Coll-Orgel),  “Nuestra Señora de Luján Castrense”-Pfarrkirche (Steinmeyer-Orgel), Kapelle des “Instituto de Oncología Dr. Ángel Roffo” (Walcker-Orgel), Schottische Kirche (Forster & Andrews-Orgel), Erste Methodisten-Kirche (Forster & Andrews-Orgel), “San Juan Bautista”-Kirche (Mutin.Cavaillé-Coll-Orgel), usw., alle in Buenos Aires.

 

Seit dem Ableben seiner Frau im Jahr 1993 zog er wieder nach der Stadt Mercedes (Provinz Buenos Aires) um, wo er am 24. Mai 2000 verstarb.

 

 

Einweihung des neuen Spieltisches in der "Salvador"-Kirche, Buenos Aires (1949).

Von links nach rechts Julio Perceval, Francisco Hebing, Marcos Azurmendi.

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